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Gewohnheiten ändern und ein besseres Leben genießen

gewohnheiten ändern

Gewohnheiten ändern

So praktisch und hilfreich sie sein können, genauso lästig, ärgerlich oder sogar schädlich sind sie oft. Und die Gewohnheiten ändern, bedeutet meist ein hartes Stück Arbeit.

Bis zu 50 % unseres Handelns bestimmen die Gewohnheiten, sie leiten uns durch den Tag. Sie bestimmen unser Tun, nicht unser Wille. Und Informationen ändern daran fast gar nichts.

Das Gehirn macht zwischen guten und schlechten Gewohnheiten keinen Unterschied. Doch wer ihre Funktionsweise kennt, der kann sie beeinflussen. Ist ein Verhalten einmal eingefahren, bedeutet es Schwerstarbeit, diese Gewohnheiten zu ändern. Allerdings zeige ich hier ein paar Tricks um es Ihnen etwas zu erleichtern.

Auch in Personal- und Marketingabteilungen nutzt man eingeschliffene Gewohnheiten. So werden Produkte zu Verkaufsschlagern und Mitarbeiter berechenbar. Schafft man die richtigen Bedingungen, kann man Angestellte und Konsumenten dazu bringen, die Gewohnheiten anzunehmen, die den gesetzten Zielen nützen.

Gewohnheiten sind also Verhaltensweisen, die man irgendwann bewusst getroffen, für richtig befunden und seitdem regelmäßig ausgeübt hat, ohne darüber nachzudenken.

Die Wissenschaft

Neurowissenschaftliche Studien belegen, dass die Bereiche des Gehirns, die für Entscheidungen und komplexe Denkprozesse zuständig sind, aufhören zu arbeiten. Aktiv bleibt nur ein „Zellhaufen“, der mit Instinkthandlungen und Reflexen in Verbindung gebracht wird: die Basalganglien.

Es hat den Anschein, dass hier eine Art Handlungsgedächtnis vorhanden ist, das alle Handlungen, die einmal erfolgreich waren, speichert.

Die Basalganglien setzen die gewohnten Muster in Betrieb, der Rest des Gehirns ruht.

Was die Gewohnheit über sich sagt

„Sie kennen mich vielleicht. Ich bin Ihr ständiger Begleiter. Ich bin Ihr größter Freund, ich kann aber auch zu einer großen Belastung werden.

                Ich bringe Sie voran. Aber ich stürze Sie auch ins Verderben.

Ich stehe Ihnen zu Diensten.

Die Hälfte Ihrer Aufgaben können Sie getrost mir überlassen. Ich erledige sie schnell und zuverlässig und ich werde sie immer auf die gleiche Weise erledigen, wenn Sie das wünschen.

Mit mir ist leicht auszukommen. Sie müssen nur ziemlich streng mit mir sein. Zeigen Sie mir genau, wie Sie etwas erledigt haben wollen und mit etwas Übung erledige ich das automatisch für Sie.

Ich bin der Diener aller großen Männer und Frauen, aber ich bin auch der Diener aller Menschen, die versagen. Ich habe alle Menschen zu dem gemacht, was sie sind.

Ich arbeite mit der Genauigkeit eines Computers und mit der Intelligenz eines Menschen.

Sie können mich zu Ihrem Nutzen, aber auch zu Ihrem Ruin und zu Ihrem Verderben einsetzen. Mir ist das völlig gleich.

Benutzen Sie mich. Wenn Sie mit mir nachsichtig und nachgiebig sind, werde ich Sie zerstören.

Wenn Sie mir gegenüber bestimmt und unnachgiebig sind, werde ich Ihnen die Welt zu Füßen legen.

Gewohnheiten sind die treuesten Diener oder die schlimmsten Herren!“

Verhaltensmuster

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum wir Dinge tun und warum immer wieder auf die gleiche Art und Weise?

Wir alle haben unsere Gewohnheiten. Gute und schlechte, und sie laufen unterbewusst und automatisch ab, mit dem Ziel, Energie und Ressourcen zu sparen.

Gewohnheiten sind Verhaltensmuster, die den Verstand in gewissen Situationen auf „Autopilot“ schalten.

Klingt zuerst gut und hilfreich, doch sind schlechte und destruktive Gewohnheiten im Spiel, kann das schnell schlimme Folgen haben, als wenn ein Betrunkener das Auto fährt.

Das Thema Gewohnheiten behalten – Gewohnheiten ändern ist scheinbar ernster als angenommen.

Wie entstehen Gewohnheiten in der Praxis?

Man stelle sich die Gewohnheit als Kreis vor, denn sie hat ja die Eigenschaft, dass sie sich am Ende wieder aufruft und von vorne beginnt.

In dem Kreis findet ein 3-teiliger Prozess statt:

  1. Der Auslöser, das kann ein äußerer aber auch innerer Reiz, ein Gedanke oder ein Gefühl sein. (Das kann die Zigarette nach dem Essen, die Tasse Kaffee im Büro oder dieselbe Sorte Zahncreme sein).
  2. Routine. Gemeint ist die Handlung, die allgemein als Gewohnheit bezeichnet wird. (Morgendliches Duschen, Fingernägel kauen oder die Chips vor dem Fernseher).
  3. Die Belohnung. Dieser Teil sorgt erst dafür, dass sich die Gewohnheit festigt und anschließend in Gang gehalten wird. Auslöser und Routine können ein ganz unterschiedliches Erscheinungsbild haben, wie auch die Belohnungen variieren können. Sie bewirken körperliche oder psychische Befriedigung oder beides. Doch eins haben alle Belohnungen gemein: Sie gefallen uns.

Ohne die Belohnung gäbe es keine Gewohnheit!

Schlechte Gewohnheiten ändern: Wie schafft man es?

Da Gewohnheiten nicht angeboren, sondern angewöhnt sind, können sie abgelegt, verändert und/oder durch andere ersetzt werden.

Die „gute alte Gewohnheit“ zeigt sich bisweilen recht bockig und uneinsichtig, man braucht Zeit und Durchhaltevermögen, um sie zu „bekehren“. Nicht aufgeben, wenn es nicht sofort funktioniert, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.

Gewohnheiten sind für das Gehirn unabdingbar, auch wenn sie schädlich sind. Neue Verhaltensmuster erkennt es zuerst als falsch. Nur durch ständiges Üben kann dem Gehirn beigebracht werden, zuerst die Vorteile und die positiven Fakten zu sehen. Verhaltensforscher gehen davon aus, dass sich nach 21 Tagen erste Erfolge einstellen, es kann aber auch Wochen, wenn nicht sogar Monate dauern. Ich sage immer: Tun Sie etwas 6 Wochen, dann wird es Ihnen anschließend leichter fallen es zu tun, als es nicht zu tun! Die Zeitspanne ist bei Mensch zu Mensch allerdings unterschiedlich. Viele schaffen es auch schon früher.

Damit das Ablegen alter Gewohnheiten klappt, sollte als Ersatz eine neue Gewohnheit ins Auge gefasst werden. Es muss ein Verlangen nach dieser neuen Tätigkeit erzeugt werden. Nehmen Sie sich nicht zu viel auf einmal vor, besser sind kleine Schritte in die richtige Richtung und belohnen Sie sich!!

Als Belohnung bietet sich an, statt den gerauchten Zigaretten, ein Wochenendtrip. Oder für die ungesunden Chips ein frisches Obst. Hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Hauptsache, das Gehirn begreift: Lasse ich die alten schlechten Gewohnheiten, winkt etwas Schönes oder positives für die Gesundheit. Erwünschtes, neues Verhalten muss gekoppelt sein an einen konkreten Auslösereiz und durch eine Belohnung gekrönt werden.

Schwammige Aussichten wie „irgendwann mache ich mal“ und „dann gibt es irgendwas“ reichen nicht aus. Ab dem Zeitpunkt wo Sie das „sollte“ in einem „muss“ verändern, werden Sie alles schaffen.

Bestrafen Sie sich

Gewohnheiten ändern geht einfacher, wenn Sie sich für Ihr scheitern bestrafen. Wissen Sie wie diese Webseite entstanden ist?

Ich habe mir ein leeres Notizbuch gekauft und schriftlich notiert, dass ich 5-mal die Woche zwei Stunden am Tag an meinem Traum arbeite. Ich möchte Menschen motivieren gesünder zu leben und im Thema „Ernährung“ aufklären. Am Ende einer Woche habe ich immer Bilanz gezogen. Sollte ich es nicht geschafft haben, musste ich auf etwas verzichten, was ich gerne tat. Es ist egal was es ist. Es muss etwas sein, was Sie sehr gerne machen und es Ihnen richtig wehtut, wenn Sie darauf verzichten müssen.

Heute arbeite ich nicht 2 Stunden, sondern 6 Stunden an einem Tag für meinem Traum. Ich brauche auf einmal weniger Schlaf und bin trotzdem fit. Mein Notizbuch brauche ich nicht mehr. Bilanz ziehen muss ich nicht, weil diese Arbeit für mich, wie das tägliche Zähneputzen wurde.

Ich habe es so stark in mein Unterbewusstsein einprogrammiert, dass es zur Gewohnheit wurde. Sie schaffen das auch!

Gewohnheiten ändern: Schreiben Sie Vor und Nachteile auf

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Nachteile:

Noch eine starke Hilfe um seine Gewohnheiten zu ändern ist, wenn man die Vor- und Nachteile schriftlich notiert. Fangen Sie jetzt an. Schreiben Sie sich zum Beispiel auf, dass Sie Ihre Gesundheit verbessern möchten. Jetzt schreiben Sie alle Nachteile auf, was passieren könnte, wenn Sie sich weiterhin viel Fast Food, Softdrinks, industriell verarbeitete Lebensmittel, schlechte Fette und Alkohol in den Körper kippen. Was würde passieren, wenn Sie keinen Sport mehr betreiben und nur noch auf der Couch sitzen. Mit welchen negativen Konsequenzen müssen Sie in den nächsten 10-20 Jahren rechnen?

Sie sollten ehrlich zu sich selbst sein. Vielleicht werde ich krank, muss Unmengen an Pillen schlucken, bekomme chronische Schmerzen, verliere meine Lebensqualität und Vitalität.

Vorteile:

Der zweite Schritt besteht darin alle Vorteile aufzuschreiben, welche Sie genießen könnten, wenn Sie zum Beispiel mehr Sport betreiben und sich gesünder ernähren.

„Ich werde gesünder und fitter sein. Mehr Energie haben und weniger krank sein. Ich werde meine Lebensqualität verbessern. Ich werde mehr Selbstvertrauen und mehr Willenskraft entwickeln. Mein Leben wird sich nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig verbessern“.

Das können Sie bei allen Bereichen anwenden.

Lesen Sie die Vor- und Nachteile täglich

Versuchen Sie wirklich diese Notizen täglich zu lesen. Mit den täglichen Gedanken daran, programmieren Sie Ihre Ziele in Ihr Unterbewusstsein ein. Die meisten Menschen unterschätzen den Einfluss unserer Gedanken.

Die Macht der Gedanken beeinflusst die Macht der Gewohnheit!

Alte Gewohnheiten ändern ist deutlich schwerer, als neue Gewohnheiten zu bilden

Stellen Sie sich darauf ein, dass es ungefähr 10-mal solange dauert, alte schlechte Gewohnheiten zu ändern als komplett neue zu bilden. Wenn Sie im Fitnessstudio eine schon oft falsch ausgeführte Bewegung ändern möchten, ist es viel schwerer, als die Bewegung gleich von Anfang an richtig auszuführen. Das sollten Sie bei Ihrer Planung berücksichtigen um die Motivation nicht zu verlieren.

Wenn Sie aber die alten schlechten Gewohnheiten nicht mehr verwenden. Das heißt wenn Sie die alten Nervenbahnen im Gehirn nicht mehr benutzen, dann werden die alten Gewohnheiten nach und nach abgebaut.

Bauen Sie Momentum auf!

Unterbrechungen sind für „Gewohnheiten ändern“ GIFT! Sie müssen dafür sorgen, dass das Momentum aufrecht erhalten bleibt. Einen stehenden Zug ins Rollen zu bringen, dafür ist sehr viel Energie notwendig, aber ist er einmal in Bewegung, ist es sehr schwer ihn zu stoppen.

Anfangs macht es mehr Sinn, etwas jeden Tag 30 Minuten zu machen, als einmal in der Woche etwas 3,5 Stunden zu machen. Das heißt: Wichtig ist die Regelmäßigkeit und es im Unterbewusstsein zu verankern. Die Leistung sprich die Zeit können Sie anschließend immer etwas anpassen.

Ich würde Ihnen empfehlen die Priorität in die Regelmäßigkeit zu setzen und bei der Leistung nicht zu streng mit sich selbst zu sein.

Motivieren Sie sich!

Sie müssen sich unbedingt so oft wie möglich motivieren. Meine besten persönlichen Erfahrungen habe ich mit Motivationsvideos, Hörbüchern und diversen Büchern gemacht. Ich habe ein Hörbuch, das ich mir bestimmt schon 50mal angehört habe. Ein Hörbuch hat den Vorteil, dass man es am Handy immer dabei hat. Beim Kochen, beim Spazieren, auf den Weg zur Arbeit, beim Pilze sammeln, oder bei einer Bergtour. Besonders empfehlen kann ich hier das Hörbuch vom Motivations Experten Anthony Robbins. Mich selbst hat es schon öfters aus einem emotionalen Tief gezogen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg beim Gewohnheiten ändern und wenn Sie noch wissen wollen wie Sie auch zu mehr Selbstdisziplin kommen können, lade ich Sie herzlichst ein, meinen Artikel Selbstdisziplin zu lesen.

Bis dann,

Angermann Thomas

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